Konzertreise nach Estland [1] [2] [PDF]
Chor und Orchester traten mit Brahms-Requiem in Tallinn und Tartu auf
Fortsetzung
Estland wurde uns mit Charme, Offenheit und viel Nationalstolz präsentiert. Mein Eindruck ist der eines Landes, das große Modernisierungsanstrengungen zeigt und absolut westlich orientiert ist, da seine Geschichte von den Deutschritterorden über dänische, schwedische, polnische und russische Besetzung bis zur gewaltlosen Befreiung aus der Sowjetunion nun erstmals seit langer Zeit wieder eine selbstbestimmte Entwicklung ermöglicht, die in die EU führen soll.
Für mich war es ergreifend, gerade in Estland das „Deutsche Requiem“ zu singen, da es von Tod, Unterdrückung und Leid handelt, also dem, was Estland so lange mitgemacht hat. In Tartu sagte nach dem Konzert ein estnischer Gemeindevertreter in ergreifenden Worten auf Deutsch, dass sie diese Musik auch als Würdigung für die vielen Gefallenen sehen und den in diesem großartigen Stück enthaltenen Trost jetzt erst in dieser Zeit richtig mitempfinden können.
Die beiden Konzerte in der Karlskirche in Tallinn und in der Pauluskirche in Tartu waren gut besucht, beide Male waren der deutsche Botschafter sowie einige unserer Reiseleiterinnen anwesend. Es war nach den vielen Proben erstaunlich, was unsere beiden Chefs, Sabine Wüsthoff und Günter Brick, gesangstechnisch und orchestral aus uns noch herausgeholt haben. Die beiden anschließenden Konzerte in Berlin und Lehnin haben davon sehr profitiert.
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