Messa in si minore [1] [2] [3] [PDF]
Berliner Kantorei und Schöneberger Kammerorchester auf Konzertreise in die Toskana
Fortsetzung
In Pisa blieb uns nach 1 Stunde Anfahrt und 1 Stunde Kurbelei bei der Suche nach einem Busparkplatz (immerhin konnten wir die Stadt schon mal durchs Busfenster begutachten!) noch gerade eine knappe Stunde zur Besichtigung des Schiefen Turms, Andenkenerstehung und Essensaufnahme.
In Florenz hatten sich die meisten für eine Führung durch die Uffizien angemeldet. Noch von den diversen Balkonpartys am Vorabend leicht oder mittelschwer geschwächt schlenderten wir mit oder ohne Kopfhörer vorbei an den Werken Botticellis, Leonardo da Vincis, Michelangelos, Tizians, Raffaels, etc.. Die Stadtführung von 15.00 bis 17.00 brachte uns zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Florenz. Ponte Vecchio, Piazza della Signoria mit dem Pallazzo Vecchio, Duomo S. Maria d. Fiore und Baptisterium, Santa Croce. Überschattet wurde unser Florenzausflug durch die Sorge um unsere treue Seele Gisela W.. Wir hatten sie beim ersten Busstop an der Piazzale Michelangelo (von hier oben hat man einen phantastischen Rundumblick über die Stadt!) “vergessen”. Zu 17.00 Uhr war sie, Gott sei Dank, wieder am Bus. Hilfsbereite Italiener mit Handys (bei jedem zweiten schon fast mit dem Ohr verwachsen!) konnten unsere Gisela “retten”.
Die zauberhaften Bergdörfer Volterra und San Gimignano besuchten wir an einem Tag. Kurvenreich (das machte einigen im Bus doch sehr zu schaffen!) schlängelt sich die Straße nach Volterra 555 Meter hinauf und hinab. Volterra ist die Stadt des Alabasters. Die Läden sind angefüllt mit diversen Kunstwerken. San Gimignano ist schon aus der Ferne mit ihren 15 bis zu 54m hohen mittelalterlichen Geschlechtertürmen erkennbar. Viele kleine Gassen mit Läden zum Bummeln prägen das Stadtbild.
Hier trafen wir auch unsere Motorradfahrer, die sich mit zwei Motorrädern zu dritt selbständig auf Erkundungstour gemacht hatten. Leider kamen sie nicht so glücklich wie wir wieder nach Cecina zurück. Aufgrund des Regens und der Kurven hatte ein Motorrad einen Unfall. Die Beifahrerin mußte mit Knochenbruch ins Krankenhaus. Nach dem ersten Schock waren wir aber doch froh, daß nicht Schlimmeres passiert war.
Geprobt haben wir natürlich jeden Tag, schließlich wollten wir doch bei unseren Konzerten glänzen. Die intensiven Proben, jetzt eben regelmäßig mit Orchester, waren sehr anstrengend, haben uns jedoch sehr viel weiter gebracht. Wie sagte so schön “unser” Busfahrer aus dem Doppeldeckerbus nach dem Konzert in Siena: “Ich war sehr beeindruckt. Ich hätte bei der vielen Proberei nicht gedacht, dass Ihr das so prima hinkriegt.”
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